Pastor Wilfried Manneke

"Ich dachte, ich lebe in einer Idylle. Dann merkte ich, dass neue Rechte sich aufgemacht haben, die Städte vom Land aus zu erobern."

Mitternacht: Ein Molotow-Cocktail fliegt gegen die Hauswand von Pfarrer Wilfried Manneke und verfehlt nur knapp das Küchenfenster. Unbekannte kleben Hakenkreuze an die Kirchentür, es gibt »Juden raus«-Rufe vor dem Haus oder Drohungen per E-Mail und auf Facebook ...

»Wir erobern die Städte vom Lande aus«, lautet die Parole der extremen Rechten. Das muss auch Pfarrer Wilfried Manneke feststellen, als er eine Stelle in der Südheide antritt. Als Auslandspfarrer hat er das Apartheidsregime in Südafrika erlebt und kann hier nicht tatenlos zusehen. Er mobilisiert die Behörden, organisiert Mahnwachen, Proteste und Gegenveranstaltungen – aller rechten Gewalt zum Trotz.

Sein Buch ist ein Weckruf. Ein brennender Appell, nicht länger tatenlos zuzusehen, sondern sich zu engagieren und dem Hass entgegenzustellen. In der Südheide, in Sachsen – wo immer er aufkommt.


Autoren:


Wilfried Manneke, Jahrgang 1953, studierte Theologie und war anschließend Auslandspfarrer in Südafrika. Seit 23 Jahren ist er Gemeindepfarrer in Unterlüß, wo er sich neben seinem Gemeindedienst dem Engagement gegen Rechts widmet. 2018 wurde er für sein Engagement vom Zentralrat der Juden in Deutschland mit dem Paul-Spiegel-Preis ausgezeichnet.

Christoph Fasel, Jahrgang 1957, studierte in Paris und München Germanistik, Geschichte und Philosophie. Nach der Promotion in Germanistik besuchte er die Henri-Nannen-Schule in Hamburg und arbeitete danach als Journalist, unter anderem für die „Bild“, das Magazin der „Süddeutschen Zeitung“, „Eltern“ und den „stern“. Mehrere Jahre war er Chefredakteur des „Reader’s Digest“ für Deutschland und Österreich. Er arbeitet als Buchautor, Dozent und Coach in Deutschland, Österreich und der Schweiz und hat schon mehrere Bestseller geschrieben.

Hardcover, bene! 
01.03.2019, 192 S.

ISBN: 978-3-96340-080-3