Pastor Wilfried Manneke

Kirchenasyl endet mit Erfolg - Mann aus Eritrea darf bleiben

Ein im vergangenen Jahr gewährtes Kirchenasyl in Unterlüß bei Celle hat aus Sicht der Beteiligten einen guten Ausgang genommen. Ein Mann aus Eritrea, der fast fünf Monate in den Räumen einer evangelischen Gemeinde Schutz fand, wurde jetzt als politischer Flüchtling anerkannt. Das bestätigte am Dienstag Gemeindepastor Wilfried Manneke. Die Gemeinde hatte den Eritreer aufgenommen, um seine Abschiebung nach Italien zu verhindern. Er hatte während seines Zwangs-Militärdienstes mehrere Verletzungen durch Schüsse und Granatsplitter erlitten und war schwer traumatisiert. Eine Abschiebung sei deshalb nicht zumutbar gewesen. Jetzt könne sich der Flüchtling endlich darum kümmern, dass seine Verletzung ärztlich behandelt werde, sagte Manneke. Weil ein Mann aus dem Dorf die Gemeinde wegen "Beihilfe zum illegalen Aufenthalt" anzeigte, beschäftigte das Kirchenasyl auch die Justiz. Die Staatsanwaltschaft stellte das Verfahren aber gegen eine Geldzahlung von 900 Euro ein. Die hannoversche Landeskirche verteidigte die Entscheidung der Gemeinde. Das Kirchenasyl sei juristisch eine Gratwandemng, aber ein offensichtlich notwendiger Schutzraum für Menschenrechte.

epd Niedersachsen - Bremen

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Runder Tisch Migration Südheide

Leitlinie

Der Runde Tisch Migration (RTM) möchte dazu beitragen, dass sich Menschen, die aus anderen Ländern zu uns kommen, hier wohlfühlen. Er ist ein überparteilicher, überkonfessioneller, weltanschaulich neutraler Zusammenschluss von Bürgerinnen und Bürgern der Gemeinde Südheide.

Gelebte Toleranz ist uns wichtig. Deshalb wenden wir uns gegen Ausgrenzung, Diskriminierung und Rassismus und setzen uns für ein friedliches Miteinander ein.

Die konkreten Aufgaben des RTM sehen wir u. a. in der ...

  • Schaffung und Förderung einer Willkommenskultur,
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  • Förderung des interkulturellen Dialogs,
  • Verbesserung der Lebensverhältnisse der Mitbürgerinnen und Mitbürger mit ausländischer Herkunft durch praktische Solidarität.

Der RTM arbeitet ehrenamtlich und will die verpflichtenden Aufgaben der Kommune und der staatlichen Stellen nicht ersetzen. Er versteht sich als Interessenvertretung, als vermittelnde Einrichtung, als Ansprechpartner in allen Fragen, die die Menschen mit Migrationshintergrund in der Gemeinde Südheide betreffen.

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