Pastor Wilfried Manneke

1464820102.xs_thumb-

Liebe Leserin, lieber Leser,

diese Internetseite enthält knappe Informationen über unsrere Friedenskirche in Unterlüß, das regionale Netzwerk Südheide gegen Rechtsextremismus und über unsere Flüchtlingshilfe Runder Tisch Migartion Südheide. Weitaus mehr Informationen finden Sie auf den jeweiligen Internetseiten. Schauen Sie doch ´mal drauf!

www.friedenskirche-unterluess.de

http://www.rtm-suedheide.de

www.suedafrika-partnerschaft.de

1464820102.xs_thumb-

Niedersächsischer Pastor erhält Paul-Spiegel-Preis 2018

 
Der niedersächsische Pastor Wilfried Manneke erhält in diesem Jahr den Paul-Spiegel-Preis für Zivilcourage des Zentralrats der Juden in Deutschland. Die Preisverleihung findet voraussichtlich im Juni 2018 in Hannover statt.

Pastor Manneke engagiert sich seit 1995 gegen Rechtsextremismus. Damals schloss er sich dem „Arbeitskreis gegen Hetendorf 13“ an, der sich gegen ein Neonazi-Schulungszentrum richtete. 2009 gehörte der evangelische Pfarrer zu den Gründern des „Netzwerks Südheide gegen Rechtsextremismus“. Mit rund zehn weiteren aktiven Mitgliedern sowie 500 Unterstützern kämpft das Netzwerk seitdem gegen Rechtsextremisten in Niedersachsen.

Darüber hinaus zählte Pastor Manneke 2010 auch zu den Gründern der Initiative „Kirche für Demokratie – gegen Rechtsextremismus“ der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Hannovers, die ebenfalls seit Jahren mit intensiver Aufklärung und vielen Aktionen gegen Rechtsextremismus kämpft. Seit kurzem ist Pastor Manneke Vorsitzender des Sprecherrats der Initiative.

„Pastor Manneke beweist mit seinem außergewöhnlichen Engagement Mut und Beharrlichkeit“,  erklärte der Präsident des Zentralrats der Juden in Deutschland, Dr. Josef Schuster. „Obwohl er persönliche Anfeindungen ertragen muss und bereits Anschläge auf ihn und seinen Wohnort verübt wurden, lässt sich Pastor Manneke nicht einschüchtern. Er und seine Mitstreiter zeigen ebenso wie die evangelische Landeskirche Hannovers einen herausragenden Einsatz zum Schutz von Minderheiten und für unsere Demokratie. Mit seiner Zivilcourage ist Pastor Manneke für uns alle ein Vorbild.“

Der Paul-Spiegel-Preis für Zivilcourage wird seit 2009 vom Zentralrat der Juden in Deutschland in Erinnerung an seinen früheren Präsidenten Paul Spiegel sel. A. und dessen unermüdliches Engagement gegen Rassismus, Fremdenfeindlichkeit und Antisemitismus sowie für eine starke Bürgergesellschaft vergeben. 2016 erhielt der Verein „Gesicht Zeigen!“ den Preis. Der Preis ist mit 5.000 Euro dotiert.

Presseerklärung des Zentralrates der Juden in Deutschland
1464820102.xs_thumb-

Mahnwache gegen rechtsextreme Brauchtumsfeier

Am 23. Juni 2018 in Eschede. Treffpunkt: 14.00 Uhr am Bahnhof Eschede

Immer wieder finden auf dem Hof des NPD-Aktivisten Joachim Nahtz (Eschede) Neonazi-Treffen statt. Besonders die „Sonnwendfeiern“ und das „Erntefest“ haben schon eine lange Tradition. Die Neonazis bezeichnen diese Feste als „Brauchtumsfeiern“. Ihr eigentliches Ziel ist es aber, auf diesen Zusammenkünften der norddeutschen Neonazi-Szene Kontakte zu pflegen, Termine abzusprechen und neue Aktionen vorzubereiten. Somit sind diese „Sonnenwendfeiern“ alles anderes als harmlos. Deshalb protestieren wir auch vehement gegen diese Treffen. Wegzuschauen wäre das völlig falsche Signal. Dort, wo Neonazis ungestört handeln können, machen sie sich breit. Ihre Szene verfestigt sich und sie nutzen die Gelegenheit, besonders junge Leute in ihre Kreise zu ziehen.

Wir stellen uns einer Bewegung in den Weg, die keinen Hehl aus ihrer Begeisterung für den Nationalsozialismus macht. Deshalb wollen wir den heutigen Nazis weder in Eschede noch sonst wo Raum lassen.

Rechtsextreme treten mit Füßen, was für uns einen hohen Wert hat: Die Unverletzbarkeit der Menschenwürde, die Garantie der Menschenrechte, die Gleichberechtigung aller Menschen, ihre Gleichstellung und Gleichbehandlung. 

"Nächstenliebe verlangt Klarheit!“  Das ist ein Motto innerhalb der Evangelischen Kirche gegen Rechtsextremismus. Ich bin froh, dass viele Christen hier so deutlich und klar Stellung beziehen. "Nächstenliebe verlangt Klarheit.“ Sie verlangt, dass wir klar hinsehen, klar reden und klar handeln. Wir können uns nicht vornehm heraushalten, wo wir rechtsextreme Meinungen hören. Wir müssen Stellung beziehen.

Was auf den rechtsextremen Sonnwendfeiern in Eschede abläuft, zeigt der folgende Beitrag der ZDF-Sendung ML mona lisa: